Chasak! verknüpft kulturelle und politische Bildung für die Arbeit gegen Antisemitismus. Der Schwerpunkt liegt auf ländlichen, auch von Rechtsextremismus geprägten Räumen Brandenburgs. Wir entwickeln Präventionsformate, die durch Zugänge aus der kulturellen Bildung niedrigschwellig und partizipativ sind und heterogene Zielgruppen ansprechen.

Jüdische Perspektiven, Erfahrungen und Widerständigkeiten sind konsequenter Ausgangspunkt unserer Arbeit zu Antisemitismus. Von Antisemitismus Betroffene werden ermutigt, ihre Erfahrungen zu thematisieren. Indem jüdische Erfahrungen, historische wie aktuelle, auch als vielfältige emanzipative Geschichte erzählt werden, können empowernde Perspektiven auf Diskriminierungserfahrungen entwickelt werden.

Mit der Hachschara-Bewegung als Ausgangspunkt werden Blickwinkel auf lokale Geschichte eröffnet, die jungen Menschen oft unbekannt sind. Mit Mitteln der kulturellen Bildung widmen wir uns historisch-politischen Themen aus ihrem lokalräumlichen Umfeld. Jugendlichen und jungen Menschen werden so Wege aufgezeigt, (israelbezogenem) Antisemitismus neue Narrative entgegenzusetzen – anstatt ihn defensiv und theoretisch entkräften.

Zum festen Team von Chasak! gehören Historiker*innen, politische Bildner*innen, ein Bühnenbildner, ein Regisseur und eine Dramaturgin/Autorin. Das Team ist stark geprägt vom Geist der freien Theaterszene. Dort arbeiten in der Regel Menschen, die lebenslang (weiter) lernen – dazu gehören auch verschiedene handwerkliche Fähigkeiten. Je nach Workshops und Interessen der Teilnehmenden wird das Chasak!-Team aus dem Netzwerk des Vereins unterstützt; dazu zählen Musiker*innen, bildende Künstler*innen und Performer*innen.

»Chasak« (hebräisch: sei stark!) lautete eine traditionelle Grußformel innerhalb der zionistischen Bewegung. Die zionistische Bewegung bildete sich Ende des 19. Jahrhunderts als Reaktion auf den wachsenden Antisemitismus in Europa; sie arbeitete auf die Gründung eines jüdischen Staats in Palästina hin. Es handelt sich also auch um einen traditionellen Brandenburger Gruß.

Hier finden Sie in Kürze weitere Hintergrundtexte und Informationen zu unserer Arbeit.