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FAQ

Art Fair Berlin – Tel Aviv

In der medialen Berichterstattung wurde unser Projekt in Zusammenhang mit der »Fördergeldaffäre« gebracht. Wir beantworten häufig gestellte Fragen.

Die FAQ-Langfassung finden Sie unten als PDF-Download.


Was steckt hinter dem Projekt »Art Fair Berlin – Tel Aviv«?
Das Projekt »Art Fair Berlin – Tel Aviv« möchte neue Kontakte, Beziehungen und Kooperationen zwischen deutschen und israelischen Kulturinstitutionen und Künstler:innen (wieder)herstellen.
Es begründet sich in der starken Abnahme von Kooperationen mit israelischen Kulturinstitutionen, zu deren Ursachen unter anderem Antisemitismus und Boykott zählen.
In Israel lebende Künstler:innen und israelische Kulturinstitutionen sollen die Möglichkeit erhalten, sich selbst und ihre Arbeit zu präsentieren und Kontakte zu Berliner Kulturinstitutionen und weiteren wichtigen Stakeholdern im Kulturbereich zu knüpfen.

Was hat das Projekt konkret umgesetzt?
Das Herzstück des Projekts war ein mehrtägiger Arbeitsbesuch einer Gruppe von Künstler:innen aus Tel Aviv in Berlin, der vom 19. bis 22. Januar 2026 unter dem Titel »Berlin-Tel Aviv-Yafo Forum für Kunst und Kultur« stattfand.
Für die Tel Aviver Gruppe, zu der Künstler:innen und Leitungen aus den Bereichen Tanz, Theater und Performance zählten, stellte das Institut für Neue Soziale Plastik ein Programm mit nicht-öffentlichen Besuchs- und Begegnungsterminen zusammen.
Die Gruppe traf unter anderem Mitarbeiter:innen von Kulturinstitutionen wie Volksbühne Berlin, Schaubühne Berlin, Berliner Ensemble, Heimathafen Neukölln, Dock 11, Gorki Theater und Sasha Waltz Company. Zudem standen Begegnungen mit Akteuren aus Politik und Kulturförderung auf dem Programm: Kulturstiftung des Bundes, Fonds Darstellende Künste, Kreativkultur Berlin, Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), Kulturausschuss Abgeordnetenhaus Berlin, Rotes Rathaus. Überdies fanden individuelle Begegnungstermine statt.

Gab es auch öffentlich zugängliche Formate?
Das Projekt umfasste zwei öffentliche Veranstaltungen, die auf hohes öffentliches Interesse stießen und ausverkauft waren: Am 20. Januar 2026 fand im Literaturforum im Brecht-Haus die Podiumsdiskussion »Politisches Theater / Theater und Politik aus Tel Aviv-Yafo« statt. Am 21. Januar waren im DOCK 11 unter dem Titel »Inkubation und Erfahrung: Choreographische Strömungen aus Tel Avivs Tanzszene« Tanzperformances israelischer Choreograph:innen zu sehen.

Wer gehörte der aus Tel Aviv angereisten Gruppe an?
Die Gruppe aus Tel Aviv bestand aus folgenden Personen: Noam Shmuel (Intendant Habima Theater), Roy Chen (Dramatiker und Chefdramaturg, Gesher Theater), Giyora Yahalom (Abteilungsleiter Kultur, Stadt Tel Aviv), Rabie Khoury (Regisseur, u.a. Hebrew-Arab Jaffa Theater), Anat Radnay (Geschäftsführerin EVE – Independent Theater and Performance Art Creators Organization), Efrat Steinlauf (Geschäftsführerin, Regisseurin, Na Laga’at Theater (inklusives Theater), Ayala Frenkel (Choreografin und Künstlerische Leiterin, Kelim Choreography Center), Ido Feder (Choreo- graf, Leiter Diver Festival for Contemporary Dance), Idit Herman (Leiterin, Clipa Theater), Yuval Corne (Regisseurin, Leiterin The Triangle LGBTQ+ Theater), Anat Fischer Leventon (Geschäftsführerin Suzanne Dellal Centre for Dance and Theatre), Itai Doron (Regisseur und Künstlerischer Leiter, Tmuna Theater).

Welches Fazit lässt sich aus dem Projekt ziehen?
In einem von Polarisierung, Boykott und Unsicherheit geprägten Umfeld konnte das Projekt »Art Fair Berlin – Tel Aviv« ein Zeichen für den kulturellen Austausch zwischen Deutschland und Israel setzen. Es ermöglichte produktive Begegnungen zwischen künstlerischen Akteuren aus Berlin und Tel Aviv, die zum Abbau von Vorurteilen beitragen und im Idealfall in künftige Kooperationen münden können.

Das Projekt »Art Fair Berlin – Tel Aviv« wurde in der medialen Berichterstattung in Zusammenhang mit der sogenannten Fördergeldaffäre gebracht. Wie bewerten Sie diese Debatte?
Wir halten eine transparente Klärung der aufgeworfenen Fragen durch den Untersuchungsausschuss im Berliner Abgeordnetenhaus für dringend geboten, da die mediale Debatte bedauerlicherweise das Potential hat, Misstrauen gegenüber den Bemühungen der Zivilgesellschaft im Kampf gegen Antisemitismus zu schüren.
Der Förderantrag, den wir eingereicht hatten, wurde von der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt geprüft und bewilligt, ohne dass der Eindruck entstanden wäre, die Abläufe würden sich vom üblichen Prozedere unterscheiden. Einer möglichen Prüfung unserer Projektaktivitäten oder des konkreten Projekts sehen wir gelassen entgegen.

Wie hoch ist die Fördersumme für das Projekt »Art Fair Berlin – Tel Aviv«?
Die Fördersumme beträgt 99.875,60 €. Hinzu kommen Eigenmittel von 2.000 €.

Was genau wird mit der Zuwendung finanziert?
Mit der Zuwendung wurden Personalkosten finanziert (ein Projektkoordinator für die aufwändige Organisation wurde mit einer halben Stelle eingestellt), außerdem Reisekosten aus Tel Aviv, Übernachtungskosten in Berlin, Honorare und Raummieten für Veranstaltungen, Kosten für Aushilfsarbeiten und Öffentlichkeitsarbeit, für Catering sowie Transportkosten in Berlin.


Eine ausführliche Fassung unseres FAQ zum Projekt »Art Fair Berlin – Tel Aviv« können Sie hier als PDF-Datei herunterladen.

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Erstellungsdatum: 5. Februar 2026
Schriftzug Berlin Tel Aviv Yafo Forum für Kunst und Kultur und Logo mit zwei sich überlappenden Kreisen