23. April 2026
Gemeinsam gegen Antisemitismus an Theatern
Das Staatstheater Augsburg, das Junge Theater Augsburg, die Landungsbrücken Frankfurt und das Theaterkollektiv KGI (Büro für nicht übertragbare Angelegenheiten) sowie das Institut für Neue Soziale Plastik gründen erstmals ein Arbeitsnetzwerk, um Antisemitismus in den Darstellenden Künsten entgegenzuwirken und dessen aktuellen Erscheinungsformen zu begegnen.
Beim Gründungstreffen der „Initiative Antisemitismuskritik & Theater“ am 28. und 29. Juni 2026 in Augsburg stehen Vernetzungs- und Austauschformate für Theaterleute aus freien Gruppen, Stadt- & Staatstheatern und Verbänden im Mittelpunkt. Themenbezogene Workshops, aber auch für ein breites Publikum interessante Aufführungen aktueller Inszenierungen, die sich mit jüdischer Geschichte und Gegenwart beschäftigen, runden das zweitägige Programm ab.
Stella Leder, Vorstand des Instituts für Neue Soziale Plastik:
„Antisemitismus, ob tradiert oder in zeitgenössischem Gewand, macht auch vor der Theaterwelt nicht halt. Umso ermutigender ist es, dass wir mit unseren Kooperationspartnern ein antisemitismuskritisches Netzwerk für die Darstellenden Künste gründen. Auf Bühnen wird immer auch ein Weltverständnis verhandelt, das prägend ist. Mit der Initiative Antisemitismuskritik & Theater wollen wir einen wirksamen Impuls gegen den Hass setzen.“
AUSZÜGE AUS DEM PROGRAMM
Sonntag, 28.06.2026
Staatstheater Augsburg (brechtbühne im Gaswerk), 86156 Augsburg
Einführungsworkshop „Gerücht und Gewalt“ zum Umgang mit Antisemitismus in künstlerischen Kontexten: Anhand von Fallbeispielen aus den Künsten werden Teilnehmende befähigt, kulturell tradierte antisemitische Muster zu erkennen – um so antisemitismusbezogenen Konflikten professionell und effektiv zu begegnen. Nach der offiziellen Eröffnung folgt das Stück „Amsterdam“ von Maya Arad Yasur in der Inszenierung des Augsburger Staatstheaters von Regiseurin Simone Geyer.
Montag, 29.06.2026
Junges Theater Augsburg, Sommestraße 30, 86156 Augsburg
In Workshops und kollegialem Austausch werden Möglichkeiten antisemitismuskritischer Theaterarbeit besprochen. Dabei stehen die Themen Stückentwicklung/neue Dramatik, Bühne und Kostüm, sowie Öffentlichkeitsarbeit im Fokus. Das Institut für Neue Soziale Plastik präsentiert danach Avishai Milsteins „Dualidarität“, beendet wird das Treffen von der KGI-Produktion „Die Golgota Variationen“ zu den Ursprüngen des europäischen Antisemitismus in den christlichen Evangelien.
DATEN & FAKTEN
Gründungstreffen der „Initiative Antisemitismuskritik & Theater“
28.-29. Juni 2026 in Augsburg
Ein Projekt des Instituts für Neue Soziale Plastik mit dem Jungen Theater Augsburg, dem Staatstheater Augsburg, den Landungsbrücken Frankfurt und dem Theaterkollektiv KGI.
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